s war einmal, um das Jahr 1220, ein junger Ritter im Kraichgau. Er hieß Raban und war der zweite Sohn des Ravan von Wimpfen, eines Mannes, der dem Kaiser diente und Land zwischen Neckar und Kraich besaß.
Raban hatte einen Raben. Er hatte ihn als Jungvogel aus einem Nest geholt, hoch oben in einer alten Eiche über dem Dorf Sulzfeld, und ihn mit Brot und Geduld großgezogen. Er nannte ihn Rabanus. Ein Rabe, fand Raban, braucht einen größeren Namen als ein Ritter. Außerdem klang die lateinische Endung nach Gelehrten und alten Göttern. Nach Bacchus zum Beispiel, dem Gott des Weins. Wie gut das passte, ahnte damals noch niemand.
Rabanus übt mit.
Rabanus war immer dabei. Beim Kampftraining saß er auf dem Pfosten des Übungsplatzes und sah zu, wie Raban hundertmal, tausendmal mit dem Schwert gegen den Holzpfahl schlug. Beim Reiten saß er auf Rabans Faust wie ein Jagdfalke. Beim Lanzenstechen flog er neben dem Pferd her. Nachts saß er auf dem höchsten Dach und sah über das Land. Ein Rabe schläft nie ganz. Er passt auf.
Ein Falke jagt für dich. Ein Rabe denkt mit.
Die Knechte lachten über den Ritter, der einen Raben trug statt eines Falken. Raban lachte mit. „Ein Falke jagt für dich“, sagte er. „Ein Rabe denkt mit.“
Das war übertrieben. Rabanus war ein kluger Vogel, klüger als die meisten. Aber er war ein Vogel. Er fraß, was er fand, er stahl, was glänzte, und vom Rittertum verstand er so viel wie ein Hund vom Schachspiel.
Das änderte sich an einem Herbsttag. Schuld war eine Traube.
II
Die gelbe Traube
m Herbst kamen Körbe mit Trauben auf den Hof. Rabanus stahl daraus, wie Raben eben stehlen. Die roten Trauben schmeckten ihm süß und machten satt, sonst nichts. Die grünen waren sauer. Er ließ sie liegen.
Eines Tages brachte ein Laienbruder aus dem Kloster Maulbronn einen Korb mit anderen Trauben. Sie waren klein, ihre Schale war dünn, fast durchsichtig, und sie hatten die Farbe von spätem Sonnenlicht: gelb, mit einem Hauch von Gold. Die Mönche zogen sie an ihren Südhängen und lasen sie spät, wenn die Nächte schon kühl waren. Sie hatten einen Namen für diese Traube: Riesling. In eine Urkunde kam er erst zweihundert Jahre später, am Rhein.
Die gelbe Traube
Rabanus stahl eine.
Zuerst wurde ihm schwindelig. Er hockte auf dem Brunnenrand und schwankte. Dann wurde ihm warm, von innen, als hätte jemand in seinem Bauch ein kleines Feuer angezündet. Und dann wurde er fröhlich, so fröhlich, dass er dreimal um den Hof flog, ohne zu wissen, warum.
Als er wieder landete, war die Welt schärfer. Er hörte die Mägde in der Küche flüstern und verstand, worüber sie sprachen. Er sah den Wächter am Tor und wusste, dass der gleich einschlafen würde. Er sah Raban auf dem Übungsplatz und erkannte zum ersten Mal, warum dessen Schlag immer zu hoch kam.
Der Zauber hielt einen Tag, dann war Rabanus wieder ein gewöhnlicher Rabe. Aber er hatte gemerkt, was die gelbe Traube mit ihm machte. Von nun an stahl er nur noch diese. Nicht die rote. Nicht die grüne. Nur die gelbe.
Und mit jeder Traube blieb ein wenig mehr zurück. Rabanus begann zu denken wie ein Mensch. Er lernte Stimmen nachzuahmen: erst die der Hühnermagd, dann die des Vogts, schließlich die von Rabans Vater, so echt, dass die Knechte aufsprangen. Er lernte, wie man ein Pferd mit den Schenkeln lenkt und wohin die Spitze der Lanze gehört. Die Traube gab ihm Lebensfreude, Klugheit und Mut. Mehr Mut, als ein Vogel eigentlich braucht.
Der Helm war für einen Menschen gemacht.
Eines Tages flog er zum Schmied nach Sulzfeld, setzte sich auf einen Ritterhelm, der dort an der Wand hing, und steckte den Kopf hinein. Der Helm war für einen Menschen gemacht, und Rabanus verschwand darin bis zu den Füßen. Der Schmied lachte. Dann holte er sein Werkzeug. Es wurde der kleinste Helm, der je im Kraichgau geschmiedet wurde: mit einem Visier, das sich hob, wenn der Rabe den Kopf hob, und einer Zier aus Federn, in die der Schmied kleine Trauben setzte. Gelbe, natürlich.
III
Der Hügel und die Reben
abans Vater wollte eine Burg bauen. Sein Baumeister suchte im Kraichgau nach einem steilen Felsen und fand keinen. Das Land der tausend Hügel hat keinen, der sich anstrengt. „Hier kann man nichts verteidigen“, sagte der Baumeister. „Hier kann man nur wohnen.“
Muscheln, hundert Meilen vom Meer
Rabanus wusste es besser. Er flog voraus und setzte sich auf den Hügel über Sulzfeld, genau dorthin, wo im Frühjahr der Schnee als Erstes schmolz. Raban ritt hinterher, stieg ab und scharrte mit dem Stiefel im Boden. Unter einer dünnen Schicht Erde lag heller Kalkstein voller winziger Muscheln. Er speicherte die Wärme der Sonne wie ein Backofen.
„Muscheln“, sagte der Baumeister. „Wir sind hundert Meilen vom Meer.“
„Nur ein paar Millionen Jahre zu spät“, sagte Raban.
Der Bauherr prüft das Lot.
Also bauten sie hier: einen runden Bergfried, Mauern, ein Tor. Die Leute nannten den Bau Ravans Burg, nach dem Vater. Daraus wurde Rabenspurc, und daraus Ravensburg.
Rabanus hatte derweil eigene Pläne. Er wollte die gelbe Traube nicht länger aus Maulbronn stehlen müssen. Er wollte sie hier, am Südhang unter der Burg. Also ritt Raban mit ihm ins Kloster. Die Zisterzienser lebten dort seit 1147, und ihre Weinberge waren die besten weit und breit: Rebzeilen wie mit dem Lineal gezogen, ein Wein, den man bis nach Speyer handelte.
Der Abt versteht.
Der Abt sah den Raben mit dem kleinen Helm auf Rabans Faust und verstand. „Euer Vogel stiehlt seit drei Herbsten unsere gelben Trauben“, sagte er. „Pflanzt sie bei Euch. Dann stiehlt er dort.“ Er gab Raban drei Bündel Setzlinge und einen Rat: „Die Rebe will Stein unter den Füßen und Sonne im Rücken. Alles andere ist Eitelkeit.“
Raban pflanzt, Rabanus vergräbt.
Raban pflanzte die Reben selbst, in den Kalk und den feinen gelben Löss, den der Wind vor Jahrtausenden aus den Flusstälern hergeweht hatte. Rabanus saß auf dem Spaten und krächzte, wenn das Loch zu flach war.
Der Vertrag um die erste Traube
In den ersten Jahren trugen die Stöcke kaum, und Rabanus fraß die Hälfte davon. Es gab Streit. Raban warf seinen Handschuh nach ihm, der Rabe wich aus, und am Ende schlossen die beiden einen Vertrag: Rabanus bekommt die erste Traube jeder Lese. Dafür hält er die Stare fern. Beide haben sich daran gehalten, bis heute.
Zum Dank ließ Raban die Querbalken der Zisterzienser auf seinen Schild malen. Der Maler fragte, warum ein Ritter das Zeichen eines Klosters trägt. „Die Balken sind die Rebzeilen am Hang“, sagte Raban. „Sie zeigen, woher wir das Handwerk haben.“
IV
Die Fehde
ieben Jahre nach der Pflanzung trugen die Reben zum ersten Mal richtig. Da rief der Kaiser. Wer dem Kaiser dient, reitet, wenn er gerufen wird. Also ritten Rabans Vater, Raban, seine Brüder und alle Männer, die ein Pferd hatten. Auf der Burg blieben der Vogt, sechs alte Knechte, die Mägde und das Vieh.
Der Kaiser ruft.
Und Rabanus. Raban wollte ihn mitnehmen, aber der Rabe setzte sich auf den Bergfried und kam nicht herunter. „Dann pass eben auf die Trauben auf“, rief Raban zum Abschied. Er meinte es als Scherz.
Vier Wochen später kam Eberhard. Er war ein Ritter aus dem Zabergäu und hatte beim Turnier in Wimpfen gegen Raban verloren, vor allen Leuten. Das hatte er nicht vergessen. Nun stand er mit vierzig Mann am Fuß des Hügels, mitten in den Reben, an denen die gelben Trauben reif und golden hingen. Er ließ dem Vogt ausrichten: „Öffnet bis zum Morgengrauen das Tor, dann bleibt die Burg stehen und die Lese gehört mir. Sonst brenne ich beides nieder.“
Der Vogt war ein ehrlicher Mann, aber kein Held. Er zählte: sechs alte Knechte gegen vierzig Bewaffnete. Er wollte öffnen. Die Mägde weinten, die Knechte sahen zu Boden.
Ein Rabe schläft nie ganz.
Auf der Zinne saß Rabanus und sah hinunter. Zwischen seinen Reben brannte ein Lagerfeuer. Männer rissen Trauben von den Stöcken, kauten und spuckten die Kerne aus. Seine Trauben.
Es gibt Dinge, die ein Rabe nicht hinnimmt. Und es gibt Dinge, die ein Rabe allein nicht schafft. Rabanus flog in den Keller. Dort stand ein Korb mit den ersten gelben Trauben der Lese. Die erste gehörte ihm, so stand es im Vertrag. Er nahm sich nicht nur die erste. Er nahm sich den ganzen Korb.
V
Die Nacht des Rabanus
iesmal kam der Zauber stärker als je zuvor. Erst der Schwindel, dann die Wärme, dann eine Fröhlichkeit, die ihn fast vom Balken warf. Und dann, als es in ihm still wurde, eine Klarheit, wie er sie noch nie gespürt hatte. Rabanus dachte nicht mehr wie ein Vogel. Er dachte wie ein Ritter. Und er hatte einen Plan.
Von Turm zu Turm
Um Mitternacht rief vom Bergfried eine Stimme über den Hang, die jeder im Kraichgau kannte: die von Ravan von Wimpfen, dem Burgherrn. „Auf die Mauern!“ Gleich darauf dieselbe Stimme vom Westturm, dann vom Tor. Es war Rabanus, der von Turm zu Turm flog und mit der Stimme des Burgherrn rief. Eberhards Männer im Weinberg hörten eine Besatzung, die es nicht gab. Sie glaubten, der Kaiser habe die Ritter zurückgeschickt, und schliefen in dieser Nacht nicht mehr.
Der Ausritt im Morgengrauen
Im Morgengrauen ließ der Vogt das Tor öffnen. Heraus kam Rabans Pferd mit der roten Decke und dem Schild mit den Balken. Im Sattel saß ein Ritter, klein und schwarz, mit Helm, Visier und Kettenhemd. In den Krallen hielt er eine Lanze, an der ein Banner wehte. Raban hatte es für das Lesefest malen lassen, und darauf stand nur ein Wort: Riesling. Langsam ging das Pferd den Hang hinunter. Der Reiter lenkte es mit den Schenkeln, so wie er es tausendmal gesehen hatte.
Und hinter ihm kam der Himmel herab.
Und hinter ihm kam der Himmel herab. Rabanus hatte in der Nacht gerufen, wie Raben rufen, und sie waren gekommen: alle Raben und Krähen des Kraichgaus, aus den Wäldern bei Maulbronn und von den Feldern um Eppingen. Tausende. Eine schwarze, schreiende Wolke senkte sich über Eberhards Lager.
Eberhards Männer liefen. Eberhard lief hinterher.
Eine gelbe Traube vom Stock
Am Fuß des Hügels hielt Rabanus das Pferd an, hob das Visier und pickte eine gelbe Traube vom Stock. Dann ritt er zurück.
Die Chronik der Familie hält über diesen Herbst nur einen Satz fest: Die Burg blieb unversehrt. Mehr wollte niemand aufschreiben. Es hätte auch keiner geglaubt.
VI
Das Wappen
aban kam im Winter zurück. Sein Vater kam nicht mit; Ravan von Wimpfen war im Krieg des Kaisers gefallen. Die Burg aber stand, obwohl sie nicht hätte stehen dürfen. Der Vogt erzählte, was geschehen war. Raban hörte zu und sah lange den Raben an.
Mehr Lohn wollte der Rabe nicht.
Dann ging er in den Keller, holte eine gelbe Traube und legte sie vor Rabanus hin. Mehr Lohn wollte der Rabe nicht.
Der Rabe sitzt Modell.
Nach dem Tod des Vaters brauchte die Familie ein eigenes Wappen. Die Brüder schlugen einen Löwen vor, dann einen Adler. Raban nahm, was auf dem Turm saß: einen schwarzen Raben auf silbernem Grund. Die Heraldiker nennen so etwas ein redendes Wappen, weil das Bild den Namen ausspricht. Sie dachten dabei an Ravan und an Raban. Die Familie dachte an Rabanus. Gesagt hat es keiner.
1247 teilte sich die Familie in drei Linien: die Göler von Ravensburg, die von Mentzingen und die von Helmstatt. Alle drei behielten den Raben im Schild. In dieser Familie stritt man über vieles, aber nie über den Vogel.
1251, zum ersten Mal auf Pergament
1251 schrieb ein Schreiber den Wein von der Ravensburg zum ersten Mal auf Pergament. Es ist die älteste Urkunde über diesen Weinberg, und deshalb steht die Jahreszahl heute auf jeder Flasche. In jenem Herbst saß Raban im Keller vor dem Fass, Rabanus auf dem Spund. Der alte Baumeister kostete, schwieg lange und sagte dann: „Also doch verteidigungswürdig.“
VII
Der alte Rabe
aban wurde alt, und Rabanus mit ihm. Der Rabe flog nicht mehr weit, die Stare überließ er den jungen Krähen. Am liebsten saß er im Keller, in der Kühle, auf dem Spund des großen Fasses.
Der Kellermeister zieht den Spund.
Eines Herbstes zog der Küfer den Spund, um den jungen Wein zu kosten, und Rabanus steckte den Schnabel hinein. Es war die gelbe Traube, aber sie war mehr geworden. Der Zauber kam nicht mehr wie ein Sturm, der nach einem Tag vorbei war. Er kam sanft, und er blieb. Die Traube war ein Nachmittag gewesen. Der Wein war ein ganzes Jahr. Für einen alten Raben war das genau das richtige Tempo.
So wurde aus der Lust auf Trauben eine Leidenschaft für Wein, und Rabanus wurde Kellermeister. Nicht offiziell, aber jeder wusste es. War ein Fass gut, saß er darauf und schwieg. War es schlecht, krächzte er. Er lag nie falsch. Als Raban das Weingut seinen Söhnen übergab, gab er ihnen nur einen Rat mit: „Fragt den Vogel.“
Und der Vogel lehrte sie drei Dinge, die er in sechzig Jahren von oben gesehen hatte.
Das erste: Zwei Rebzeilen am selben Hang geben zwei verschiedene Weine, wenn zwei verschiedene Menschen sie pflegen. Der eine kommt früh und geht spät. Der andere macht alles richtig, aber nichts gern. Guter Wein braucht also beides: das Land mit seinem Boden, seiner Sonne und seinem Wind, und einen Menschen, der sich um dieses Land kümmert. Erst zusammen ergeben sie das, was man heute Terroir nennt.
Geschnitten wird bei abnehmendem Mond.
Das zweite: Reben schneidet man bei abnehmendem Mond, wenn der Saft unten ist. Wer das nicht glauben wollte, auf dessen Messer setzte sich Rabanus, bis er es glaubte.
Raben vergraben Dinge und finden sie wieder.
Das dritte: Im Herbst vergräbt man ein Kuhhorn voll Mist im Weinberg, im Frühjahr gräbt man es aus, rührt den Inhalt eine Stunde in Wasser und sprüht ihn über die Reben. Auf so etwas kommt nur ein Rabe. Raben vergraben Dinge und finden sie wieder. Rabanus hatte es mit einem Horn versucht, nur um zu sehen, was passiert.
Was passierte, war guter Wein. Jahrhunderte später erfand man dafür ein langes Wort: biodynamisch. Die Ravensburg hat diese Art zu arbeiten zwischendurch verlernt, wie fast alle, und wieder gelernt: seit 2010 biologisch, seit 2014 biodynamisch, seit 2023 mit Demeter-Siegel. Zwischen den Reben weiden Schafe. Rabanus hätte das Siegel nicht verstanden. Er hätte gefragt, warum man bescheinigen muss, was man schmeckt.
Raban starb in einem Herbst nach der Lese, im Keller, mit einem Becher in der Hand. Rabanus saß auf dem Spund und schwieg. Es war gut so.
VIII
Das Banner
abanus hat Raban überlebt, dazu dessen Söhne und Enkel. Raben werden alt, aber nicht so alt. Doch dieser bekam jeden Herbst seine gelbe Traube, Jahrhundert um Jahrhundert. Wir bitten, das nicht nachzuprüfen.
Er sah, wie Bernhard Göler die Burg zur Festung ausbaute und 1522 die Reformation nach Sulzfeld brachte. Er sah, wie der Bauernkrieg drei Jahre später an der Ravensburg vorbeizog, ohne sie anzurühren. Warum, steht in keiner Chronik. Die Bauern sollen auf dem Turm etwas Kleines, Schwarzes mit Visier gesehen haben. Danach fanden sie, dass es im Kraichgau auch andere Burgen gibt.
Im 17. Jahrhundert schrieb die Familie ihre Geschichte auf. In dieser Chronik steht, die Burg sei von einem Ritter namens Rabanus gegründet worden. Die Historiker halten das für eine Legende. Sie haben recht. Nur anders, als sie denken.
Er sah den Dicken Franz, der so gern aß und trank, dass man einen Weinberg nach ihm benannte. Er sah Benjamin Göler, Kommandeur der badischen Husaren, der junge Rieslingreben in seiner Mütze über Land trug und unter der Burg pflanzte. Der Hang heißt heute Husarenkappe. Rabanus fand, der Husar habe das von ihm gelernt, nur mit mehr Kopfbedeckung.
Er sah, wie 1849 der letzte Göler von der Burg zog, wie man Steine aus den Mauern brach und den Rest verfallen ließ. Der Bergfried blieb stehen. Der Hang auch. Und der Wein wurde weiter gelesen.
Vor allem aber sah Rabanus Hände, Hunderte. Die guten erkannte er leicht: Sie waren schmutzig, mit Erde unter den Nägeln im Frühjahr und Most an den Fingern im Herbst. Solche Hände kamen zuletzt 1995, als Claus Burmeister Kellermeister wurde. Als die Familie Jacklin das Weingut übernahm, blieb er. Den Vertrag um die erste Traube hat bis heute niemand gekündigt.
Ein Turnier mit besseren Manieren
Heute wächst auf jedem zweiten Rebstock des Weinguts die gelbe Traube. Und wenn ein neuer Jahrgang abgefüllt wird, nascht Rabanus die erste Beere, setzt den Helm auf, nimmt die Lanze und reitet aus. Nicht mehr zum Kampf, sondern zum Turnier. Heute heißt das Messe. Es ist ein Turnier mit besseren Manieren: Man steigt nicht ab, man schenkt ein. An der Lanze weht das Banner aus jener Nacht, und darauf steht immer noch dasselbe Wort: Riesling.
So steht er auf der Flasche, und sein Helm ist das Zeichen des Weinguts geworden, über den Balken der Mönche. Er erinnert daran, was in der Flasche ist: ein Hügel, der einmal Meer war. Ein Boden, der Spannung gibt. Ein Mond, nach dem geschnitten wird. Hände, die seit 1251 aufpassen. Und eine gelbe Traube, die aus einem Raben einen Ritter gemacht hat.
Wenn Sie die Flasche öffnen, denken Sie an den Vertrag. Der erste Schluck gehört Rabanus. Er wird ihn nicht abholen; seine Traube hat er sich längst genommen, oben am Hang. Aber es ist eine Frage der Form.
Den zweiten Schluck nehmen Sie selbst. Vielleicht wird Ihnen ein wenig warm im Bauch. Vielleicht werden Sie fröhlich, ohne zu wissen, warum. Jetzt wissen Sie, woher das kommt.
Der erste Schluck gehört Rabanus.
Rabanus Ravensburgensis
Quomodo uva corvum equitem fecerit
Volve ad legendum ↓
I
Raban et Rabanus
rat olim, circa annum Domini millesimum ducentesimum vicesimum, in regione quae Kraichgau vocatur, eques iuvenis nomine Raban. Filius erat secundus Ravani de Wimpina, viri qui imperatori serviebat et agros inter Nicrum et Craichum fluvios possidebat.
Raban corvum habebat. Pullum e nido sustulerat, alte in quercu vetusta supra vicum Sulzfeld, et pane ac patientia educaverat. Rabanum eum appellavit. Corvo enim, ut Raban censebat, maius nomen debetur quam equiti. Praeterea finis Latinus doctos viros et deos antiquos sonabat, Bacchum puta, vini deum. Quam apte id conveniret, nemo tum suspicabatur.
Rabanus una exercetur.
Rabanus semper aderat. Cum Raban armis se exerceret, corvus in palo campi sedebat spectabatque, dum eques gladio palum ligneum centies, milies feriebat. Cum equitaret, in pugno Rabani sedebat sicut falco venaticus. Cum hasta certaret, iuxta equum volabat. Noctu in summo tecto sedebat et terram circumspiciebat. Corvus numquam plane dormit. Vigilat.
Falco tibi venatur. Corvus tecum cogitat.
Servi ridebant equitem qui corvum pro falcone gestabat. Raban una ridebat. „Falco tibi venatur“, aiebat, „corvus tecum cogitat.“
Quod nimium dictum erat. Rabanus avis prudens erat, prudentior plerisque. Sed avis erat. Edebat quod inveniebat, rapiebat quod fulgebat, et de re equestri tantum intellegebat quantum canis de ludo latrunculorum.
Id mutatum est quodam die autumnali. Culpa fuit uvae.
II
Uva flava
utumno corbes uvarum in aulam ferebantur. Rabanus inde rapiebat, ut corvi solent. Uvae rubrae dulces ei sapiebant et satiabant, nihil amplius. Virides acerbae erant. Eas reliquit.
Quodam die frater conversus e monasterio Mulbrunnensi corbem aliarum uvarum attulit. Parvae erant, cute tenui ac paene perlucida, colore lucis serotinae: flavae, cum aureo quodam nitore. Monachi eas in clivis meridianis colebant et sero legebant, cum noctes iam frigescerent. Nomen ei uvae habebant: Riesling. In chartam id nomen ducentis demum annis post venit, ad Rhenum.
Uva flava
Rabanus unam rapuit.
Primum caput ei vertigine corripitur. In margine putei sedit et nutavit. Deinde intus incaluit, quasi quis in ventre eius igniculum accendisset. Tum laetus factus est, tam laetus ut ter circum aulam volaret, nesciens cur.
Cum rursus consedisset, mundus acutior erat. Ancillas in culina susurrantes audivit et intellexit de quo loquerentur. Custodem ad portam vidit et scivit eum mox obdormiturum. Rabanum in campo vidit et primum perspexit cur ictus eius semper altior caderet.
Magia unum diem duravit; deinde Rabanus rursus corvus vulgaris erat. Sed animadverterat quid uva flava secum faceret. Ex eo tempore hanc solam rapiebat. Non rubram. Non viridem. Flavam solam.
Et cum unaquaque uva paulo plus remansit. Rabanus cogitare coepit ut homo. Voces imitari didicit: primum ancillae gallinariae, deinde villici, postremo patris Rabani, tam vere ut servi exsilirent. Didicit quomodo equus femoribus regatur et quo cuspis hastae pertineat. Uva ei gaudium vitae, prudentiam, animum dedit. Plus animi quam avis proprie indiget.
Galea homini facta erat.
Quodam die ad fabrum ferrarium in Sulzfeld volavit, in galeam equestrem quae ibi in pariete pendebat consedit, caputque intus inseruit. Galea homini facta erat, et Rabanus in ea usque ad pedes evanuit. Faber risit. Deinde instrumenta attulit. Facta est galea minima quae umquam in Kraichgau fabricata est: cum visorio quod se tollebat, cum corvus caput tolleret, et crista e pennis, in quam faber uvulas inseruit. Flavas, scilicet.
III
Collis et vites
ater Rabani castellum aedificare volebat. Architectus eius in Kraichgau rupem praeruptam quaesivit et nullam invenit. Terra mille collium nullum habet qui se exerceat. „Hic nihil defendi potest“, inquit architectus. „Hic tantum habitari potest.“
Conchae centum milia passuum a mari
Rabanus melius sciebat. Praevolavit et in collem supra Sulzfeld consedit, eo ipso loco ubi vere nix prima liquescebat. Raban subsecutus est, descendit et calceo terram scalpsit. Sub tenui strato terrae calx candida iacebat, conchulis minutissimis plena. Calorem solis servabat ut furnus.
„Conchae“, inquit architectus. „Centum milia passuum a mari absumus.“
Itaque hic aedificaverunt: turrim rotundam, muros, portam. Homines aedificium Ravani Castrum appellaverunt, de patre. Inde factum est Rabenspurc, inde Ravensburg.
Rabanus interea sua consilia habebat. Nolebat uvam flavam diutius e Maulbronn rapere. Hic eam volebat, in clivo meridiano sub castello. Itaque Raban cum eo in monasterium equitavit. Cistercienses ibi ab anno millesimo centesimo quadragesimo septimo vivebant, et vineae eorum optimae erant late lateque: ordines vitium quasi regula ducti, vinum quod usque Spiram vendebatur.
Abbas intellegit.
Abbas corvum cum galea parva in pugno Rabani vidit et intellexit. „Avis vestra tres iam autumnos uvas nostras flavas rapit“, inquit. „Plantate eas apud vos. Tum ibi rapiet.“ Rabano tres fasces surculorum dedit et consilium: „Vitis lapidem sub pedibus vult et solem a tergo. Cetera vanitas est.“
Raban serit, Rabanus defodit.
Raban vites ipse plantavit, in calcem et in tenuem loessam flavam, quam ventus ante annorum milia e vallibus fluviorum advexerat. Rabanus in ligone sedebat et crocitabat, si scrobis parum alta erat.
Foedus de prima uva
Primis annis vites vix ferebant, et Rabanus dimidium devorabat. Rixa orta est. Raban chirothecam in eum iecit, corvus declinavit, et tandem foedus inter se pepigerunt: Rabanus primam uvam cuiusque vindemiae accipit. Pro ea sturnos a vinea arcet. Utrique foedus servaverunt, usque hodie.
Gratiae causa Raban trabes transversas Cisterciensium in scuto suo pingi iussit. Pictor quaesivit cur eques signum monasterii gereret. „Trabes ordines vitium in clivo sunt“, inquit Raban. „Ostendunt unde artem habeamus.“
IV
Obsidio
eptem annis post plantationem vites primum vere tulerunt. Tum imperator vocavit. Qui imperatori servit, equitat cum vocatur. Equitaverunt igitur pater Rabani, Raban, fratres eius et omnes viri qui equum habebant. In castello manserunt villicus, sex servi senes, ancillae et pecus.
Imperator vocat.
Et Rabanus. Raban eum secum ducere voluit, sed corvus in turrim consedit nec descendit. „Uvas igitur custodi“, clamavit Raban discedens. Ioco dixit.
Quattuor hebdomadibus post venit Eberhardus. Eques erat e regione Zabergau et in torneamento Wimpinae a Rabano victus erat, coram omnibus. Id non oblitus erat. Nunc cum quadraginta viris ad radices collis stabat, in mediis vitibus, in quibus uvae flavae maturae et aureae pendebant. Villico nuntiari iussit: „Aperite portam ante diluculum; tum castellum stabit et vindemia mea erit. Sin minus, utrumque incendam.“
Villicus vir probus erat, sed non heros. Numeravit: sex servi senes contra quadraginta armatos. Aperire volebat. Ancillae flebant, servi humum spectabant.
Corvus numquam plane dormit.
In pinna sedebat Rabanus et deorsum spectabat. Inter vites suas ignis castrensis ardebat. Viri uvas e vitibus vellebant, mandebant, grana exspuebant. Uvas suas.
Sunt quae corvus non ferat. Et sunt quae corvus solus non efficiat. Rabanus in cellam volavit. Ibi corbis stabat cum primis uvis flavis vindemiae. Prima sua erat, ita foedus dicebat. Non primam solam sumpsit. Totum corbem sumpsit.
V
Nox Rabani
oc tempore magia fortior venit quam umquam antea. Primum vertigo, deinde calor, tum laetitia quae eum paene de trabe deiecit. Et deinde, cum intus quievisset, claritas qualem numquam senserat. Rabanus non iam ut avis cogitabat. Ut eques cogitabat. Et consilium habebat.
De turri in turrim
Media nocte de turri vox per clivum sonuit, quam omnes in Kraichgau noverant: vox Ravani de Wimpina, domini castelli. „Ad muros!“ Statim eadem vox de turri occidentali, deinde a porta. Rabanus erat, qui de turri in turrim volabat et voce domini clamabat. Viri Eberhardi in vinea praesidium audiebant quod nusquam erat. Credebant imperatorem equites remisisse, et ea nocte non iam dormiverunt.
Exitus diluculo
Diluculo villicus portam aperiri iussit. Exiit equus Rabani cum stragulo rubro et scuto trabibus picto. In sella sedebat eques, parvus et niger, cum galea, visorio, lorica hamata. Unguibus hastam tenebat, de qua vexillum pendebat. Raban id ad festum vindemiae pingi iusserat, et unum tantum verbum in eo scriptum erat: Riesling. Lente equus clivum descendit. Eques eum femoribus regebat, sicut milies viderat.
Et post eum caelum descendit.
Et post eum caelum descendit. Rabanus nocte vocaverat, ut corvi vocant, et venerant: omnes corvi et cornices regionis, e silvis apud Maulbronn et ex agris circa Eppingen. Milia. Nubes nigra clamans super castra Eberhardi se demisit.
Viri Eberhardi fugerunt. Eberhardus post eos.
Uva flava e vite
Ad radices collis Rabanus equum sistit, visorium tollit et uvam flavam e vite carpit. Deinde rediit.
Chronicon familiae de illo autumno unam tantum sententiam servat: Castellum incolume mansit. Plus nemo scribere voluit. Nemo etiam credidisset.
VI
Insignia
aban hieme rediit. Pater non cum eo; Ravanus de Wimpina in bello imperatoris ceciderat. Castellum autem stabat, quamquam stare non debuisset. Villicus narravit quid factum esset. Raban audivit et corvum diu aspexit.
Plus mercedis corvus non voluit.
Deinde in cellam descendit, uvam flavam attulit et ante Rabanum posuit. Plus mercedis corvus non voluit.
Corvus pictori sedet.
Post mortem patris familia propriis insignibus indigebat. Fratres leonem proposuerunt, deinde aquilam. Raban id sumpsit quod in turri sedebat: corvum nigrum in campo argenteo. Heraldici talia arma loquentia vocant, quia imago nomen pronuntiat. Illi Ravanum et Rabanum cogitabant. Familia Rabanum corvum. Dixit nemo.
Anno millesimo ducentesimo quadragesimo septimo familia in tres lineas divisa est: Göler de Ravensburg, de Mentzingen, de Helmstatt. Omnes tres corvum in scuto retinuerunt. In hac familia de multis certabatur, de ave numquam.
Anno MCCLI primum in membrana
Anno millesimo ducentesimo quinquagesimo primo scriba vinum de Ravensburgo primum in membranam rettulit. Charta antiquissima est de hac vinea, et ideo annus hodie in omni lagoena legitur. Illo autumno Raban in cella ante dolium sedebat, Rabanus in obturamento. Architectus senex gustavit, diu tacuit, deinde dixit: „Defensione igitur dignum.“
VII
Corvus senex
aban senuit, et Rabanus cum eo. Corvus non iam longe volabat, sturnos cornicibus iunioribus relinquebat. Libentissime in cella sedebat, in frigore, in obturamento dolii magni.
Cellarius obturamentum extrahit.
Quodam autumno doliarius obturamentum extraxit ut vinum novum gustaret, et Rabanus rostrum intus inseruit. Uva flava erat, sed maior facta. Magia non iam venit ut tempestas quae post unum diem transit. Leniter venit, et mansit. Uva unum pomeridianum tempus fuerat. Vinum totus annus erat. Corvo seni id ipsum tempus aptum erat.
Sic ex cupiditate uvarum studium vini factum est, et Rabanus cellarius factus est. Non publice, sed omnes sciebant. Si dolium bonum erat, in eo sedebat et tacebat. Si malum, crocitabat. Numquam erravit. Cum Raban praedium filiis traderet, unum tantum consilium dedit: „Avem interrogate.“
Et avis eos tria docuit, quae sexaginta annis desuper viderat.
Primum: duo ordines vitium in eodem clivo duo vina diversa dant, si duo homines diversi eos colunt. Alter mane venit et sero abit. Alter omnia recte facit, sed nihil libenter. Bonum igitur vinum utrumque postulat: terram cum solo, sole, vento suo, et hominem qui terram illam curat. Ambo demum coniuncta id efficiunt quod hodie terroir vocatur.
Luna decrescente putatur.
Alterum: vites luna decrescente putantur, cum sucus infra est. Qui id credere nolebat, in eius cultro Rabanus sedebat donec crederet.
Corvi res defodiunt et rursus inveniunt.
Tertium: autumno cornu bovis fimo plenum in vinea defoditur, vere effoditur, quod intus est horam in aqua agitatur et super vites spargitur. Tale nemo nisi corvus excogitat. Corvi res defodiunt et rursus inveniunt. Rabanus cornu temptaverat, tantum ut videret quid fieret.
Quod factum est, vinum bonum erat. Saeculis post homines ei longum verbum invenerunt: biodynamicum. Ravensburgum hunc modum operandi interim dedidicit, ut fere omnes, et rursus didicit. Inter vites hodie oves pascuntur. Rabanus sigillum non intellexisset. Quaesivisset cur testandum sit quod gustatur.
Raban quodam autumno post vindemiam mortuus est, in cella, poculo in manu. Rabanus in obturamento sedebat et tacebat. Bene erat.
VIII
Vexillum
abanus Rabano supervixit, et filiis eius et nepotibus. Corvi senescunt, sed non tam diu. Hic autem omni autumno uvam suam flavam accipiebat, saeculum post saeculum. Rogamus ne id probetur.
Vidit Bernhardum Göler castellum in arcem munire et anno millesimo quingentesimo vicesimo secundo reformationem in Sulzfeld inducere. Vidit bellum rusticorum tribus annis post Ravensburgum praeterire, intactum. Cur, in nullo chronico legitur. Rustici in turri aliquid parvum, nigrum, cum visorio vidisse dicuntur. Deinde censuerunt in Kraichgau alia quoque castella esse.
Saeculo septimo decimo familia historiam suam conscripsit. In eo chronico legitur castellum ab equite nomine Rabano conditum esse. Historici id fabulam habent. Recte habent. Aliter tamen quam putant.
Vidit Franciscum Pinguem, qui tam libenter edebat et bibebat ut vinea de eo nominaretur. Vidit Beniaminum Göler, praefectum equitum Badensium, qui surculos vitis flavae in pileo per agros portavit et sub castello plantavit. Clivus hodie Husarenkappe vocatur. Rabanus censebat equitem id a se didicisse, tantum maiore capitis tegmine.
Vidit anno millesimo octingentesimo quadragesimo nono ultimum Göler e castello migrare, lapides e muris frangi, reliqua ruere. Turris stetit. Clivus etiam. Et vinum porro legebatur.
Ante omnia autem Rabanus manus vidit, centenas. Bonas facile cognoscebat: sordidae erant, vere terram sub unguibus, autumno mustum in digitis habebant. Tales manus postremo venerunt anno millesimo nongentesimo nonagesimo quinto, cum Claus Burmeister cellarius factus est. Cum familia Jacklin praedium suscepit, ille mansit. Foedus de prima uva usque hodie nemo renuntiavit.
Torneamentum moribus melioribus
Hodie in altera quaque vite praedii uva flava crescit. Et cum novus annus in lagoenas funditur, Rabanus primum acinum gustat, galeam induit, hastam sumit et exit. Non iam ad pugnam, sed ad torneamentum. Hodie id mercatus vocatur. Torneamentum est moribus melioribus: nemo descendit, omnes infundunt. De hasta vexillum illius noctis pendet, et in eo idem adhuc verbum legitur: Riesling.
Sic in lagoena stat, et galea eius signum praedii facta est, supra trabes monachorum. Admonet quid in lagoena sit: collis qui olim mare fuit. Solum quod tensionem dat. Luna ad quam putatur. Manus quae ab anno millesimo ducentesimo quinquagesimo primo vigilant. Et uva flava quae e corvo equitem fecit.
Cum lagoenam aperis, foederis memento. Primus haustus Rabani est. Non veniet ut eum petat; uvam suam iam dudum sumpsit, supra in clivo. Sed formae causa fit.
Alterum haustum ipse sume. Fortasse paulum in ventre incalesces. Fortasse laetus fies, nesciens cur. Nunc scis unde id veniat.